Urlaub
16. Juli 2009 von andreas
Im April 1986 explodierte wegen eines Bedienungsfehlers der vierte Reaktorblock des Atomreaktors Tschernobyl in der Ukraine. Als Folge davon mussten zehntausende Menschen, die in den umliegenden Ortschaften wohnten umgesiedelt werden und es wurde eine Sperrzone errichtet. Nun sind 23 Jahre vergangen und ein Ökourlaub in Tschernobyl erfreut sich trotz der Reaktor-GAUs einer steigenden Beliebtheit. Jährlich sind es derzeit rund 80.000 Touristen die ihren Urlaub im Katastrophengebiet verbringen.
Die Regierung Weissrusslands fördert den Ökotourismus im Land und es gibt bereits hunderte Landhäuser wo Touristen übernachten können. Rund 25 Prozent Weissrusslands sind aufgrund der damaligen Reaktor-Explosion auf Jahrhunderte radioaktiv verseucht. Der interessierte Urlauber wird in der Sperrzone alles so vorfinden wie es im Jahre 1986 war. Die Zeit scheint still zu stehen aber die Natur hat die Gebäude mit ihren Wurzeln, Pflanzen und Tieren wieder für sich beansprucht. Die Urlauber können sich allerdings nicht überall in der Sperrzone frei bewegen, da einige Gebiete und Ortschaften sehr stark verstrahlt sind und nicht betreten werden dürfen.