Reederei
26. Juni 2009 von andreas
Die traditionsreiche Reederei Deilmann ist in den Sog der Wirtschaftskrise geraten und musste nun für ihren Geschäftsbereich Flusskreuzfahrten die Insolvenz anmelden. Der Grund ist ein rapider Umsatzrückgang und die Banken forderten eine sofortiger Rückzahlung gewährter Kredite. Die Anträge auf Liquiditätshilfe wurden seitens der Banken und Politik abgelehnt. Rund 250 Mitarbeiter könnten durch die Insolvenz nun ihren Arbeitsplatz verlieren. Im Jahre 2009 werden die Flusskreuzfahrtschiffe aber weiterhin fahren und alle Buchungen bleiben erhalten.
Das Unternehmen zählt neun Fluss-Schiffe von denen aber zwei wegen Buchungsrückgängen bereits im März außer Dienst gestellt worden waren. Die verbliebenen sieben Schiffe sollen nun normal bis Jahresende 2009 fahren und den Fahrplan bedienen. Die Passagiere haben trotz der Pleite kein außerordentliches Kündigungsrecht für ihre gebuchte Reise. Das einzige Hochseeschiff “Deutschland” bekannt geworden durch die ZDF-Familienserie “Das Traumschiff” ist von der Insolvenz nicht betroffen. Die Reederei strebt eine strategische Neuausrichtung an und setzt ihren Fokus künftig auf Hochseekreuzfahrten. Die Konkurrenz ist auf den Hochseekreuzfahrten allerdings mächtig und kapitalkräftig weshalb es für das mittelständische Unternehmen ein Meisterstück wäre auf dem hart umkämpften Kreuzfahrtmarkt zu bestehen.