Fahrradurlauber
11. Mai 2009 von andreas
Der Fahrradurlaub ist einer wichtigsten Wachstumsmärkte im Bundesland Nordrhein-Westfalen, denn pro Jahr befahren über 8,3 Millionen Freizeitradler das Radwege-Netz und jeder davon tätigt durchschnittlich eine Ausgabe von 160 Euro jährlich. Das Geld wird in die Ausrüstung, Bücher, Unterkunft, Verpflegung und Unterhaltung investiert. Die Wertschöpfung beläuft sich dadurch auf 1,3 Milliarden Euro und ist das Ergebnis der Studie “Radreisen 2008″ des Kölner Forschungsinstitutes Trendscope. Die Studien-Ergebnisse hatte der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) NRW am vergangenen Samstag auf seiner Mitgliederversammlung vorgestellt. Die gut ausgebaute Infrastruktur für Radfahrer und die Marketingaktivitäten beliebter Tourismus-Regionen sind der Garant für die anziehende Bedeutung des Radtourismus in NRW.
Das Münsterland, Ruhrgebiet, das Sauerland und der Niederrhein haben sich in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Magneten für Radurlauber entwickelt. Ein Großteil der Freizeitradler unternehmen Tagesausflüge mit ihrem Fahrrad in die nähere Umgebung. Nur jeder zehnte Radler möchte einen Radurlaub mit mindestens einer Übernachtung in Nordrhein-Westfalen machen.
Beim Fahrradtourismus tritt das Land NRW nach einer Einschätzung des ADFC nicht in Erscheinung, da die guten Angebote der Regionen nicht gebündelt und entsprechend beworben würden. “Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium muss sich jetzt verstärkt um Marketing und die Werbung von Fahrradurlaubern in NRW kümmern, um die vorhandenen Potenziale auszuschöpfen.”, fordert Thomas Semmelmann, Vorsitzender des ADFC NRW. Ein einheitliches Fahrradportal könnte hier eine Lösung sein wie es das Bundesland Rheinland-Pfalz mit www.radwanderland.de bewerkstelligt hat.
Quelle: ADFC Landesverband NRW e.V.